Kalifornien ist mehr als nur Los Angeles

Es ist auch Golden Gate Bridge, Alcatraz und noch viel mehr. Egal wie viel Zeit man sich genommen hat, es wird nie reichen. Daher geht es nun erst mal nach San Francisco. Erst mal die Interstate 5 hoch. Hotel bzw. Motel habe ich in San Rafael, nördlich in der Bucht. Von hier geht es nach Downtown und auch noch etwas nördlicher nach Point Reyes. Nach LA und SF wird es auch mal Zeit für Landschaft. 

Stau auf der 405
Kaum auf der Insterstate, schon im Stau.

Die fahrt begann erst mal mit Stau auf der Interstate 405, die ist eigentlich immer voll und sind wir ehrlich. Wenn man in LA nicht im Stau gestanden hat, dann war man nicht in LA. 

Erst mal auf der Interstate Richtung Norden

So war der Plan. Also ging es erst mal nur über die Interstate, erst die 405 und dann die 5. Übrigens, die Nummerierungen der Interstates sind in der Regel maximal zweistellig. Ungerade Nummern verlaufen in Nord-Süd Richtung, die geraden Nummern in Ost-Westlicher Richtung. Die Zahlreichen dreistelligen Nummern bedeuten dass es Zubringer Interstates zu den eigentlichen Routen sind. 

Tempomat an und rollen lassen

So ist es am einfachsten und vor allem am entspanntesten. Und das beste, das macht jeder so. Man muss also eigentlich kaum was tun als hier und da mal etwas lenken, aber gas geben und Bremsen muss man nicht. Um vernünftig im Verkehr mitzuschwimmen empfiehlt es sich den Tempomat auf ca 10 Meilen pro Stunden über dem Tempolimit zu stellen. 

Stay in Lane

In den USA gibt es kein offzielles Rechtsfahrgebot. Rechts überholen ist ebenfalls erlaubt. Daher gilt Stay in Lane. Man wird ohnehin feststellen dass man so am besten unterwegs ist. Nur nicht wundern, selbst wenn man ganz regulär mit 70 Meilen pro Stunde unterwegs ist, es kann passieren dass man von einem LKW rechts überholt wird. die sind hier in der Regel nämlich auch nicht langsamer unterwegs. Außer bergauf, dann sind auch die LKWs sehr langsam unterwegs und es gibt Schilder die langsameren Verkehr gebietet rechts zu fahren und zu bleibe. 

kurz hinter Bakersfield meldete sich das Verlangen nach einem Kaffee. Der aus dem Hotel mitgenommen Kaffee reichte dank des Staus nicht mal bis ich aus LA raus wahr. Tanken war auch schon angesagt, die Restreichweite lag bei ca. 100 Meilen. Sicher ist sicher. 

Kurze Kaffeepause
Kaffeepause hinter Bakersfield

Routenänderung, Umwege sind immer gut.

Mir geisterte schon seit Tagen der Gedanke im Kopf herum einen Abstecher nach Parkfield zu machen. Warum? Wegen dem San Andreas Graben. Dieser kleine Ort ist umgeben vom nichts, also perfekt um der Monotonie der Interstate zu entkommen. 

So ging es bei Lost Hills von der Interstate runter, auf den Paso Robles Highway bis zur Cholame Road. Über die ging es dann in 15 Meilen nach Parkfield. 

In Parkfield selber kann man dann den San Andreas Graben bestaunen und nach belieben von amerikanischen auf die pazifische Platte wechseln. Und umgekehrt. Zugegeben, das was man sieht ist nicht allzu spektakulär. Und wären da keine Schilder die einen darauf hinweisen wo genau man sich gerade befindet, nun ja, ich würde es wohl gar nicht wirklich wahrnehmen. Dennoch, einmal so wirklich bewusst an diesem Graben sein ist schon beindruckend und auch beängstigend wenn man weiß was dieser Graben für Unheil anrichten kann.  

Das ganze ist so unscheinbar, dass es nicht mal einen Giftshop mit T-Shirts gibt. Daher bin ich nach meiner Fotosession direkt weiter. Auf der Parkfield Coalinga Road. Quasi nur einmal über den Berg. Allerdings war die Straße plötzlich sehr schmal und nicht mehr befestigt. Also nichts mit einfach nur von A nach B fahren sondern amerikanische Wildnis Abenteuerei wie es sich gehört. 

Danach sah das Auto natürlich aus wie einmal durch die Wüste geprügelt. Bergab gab es dann aber eine befestigte Straße und ein bisschen was von dem Staub ist wieder abgefallen. 

Ca anderthalb Stunden nach Parkfield kam dann Coalinga. Eine Stadt die die mal wieder richtig nach Zivilisation aussah. Und die Interstate war ebenfalls ausgeschildert. 3 Stunden fahrt auf der I5 lagen noch vor mir. Die verliefen recht unspektakulär. Zwischendurch überholte ich mehrere Löschfahrzeuge von Cal Fire die vermutlich auf den Weg ins Snohoma County zu dem dort schwebend Waldbrand waren. 

Zurück auf der Interstate

In der Bay Area angekommen gab es natürlich erst mal Stau. So langsam machte sich Müdigkeit breit und das verlangen aus dem Auto rauszukommen. Das Navi hat mehrfach neue Routen vorgeschlagen um mich in weniger dichten Verkehr zu lotsen. 

Angekommen in San Rafael

Um ein paar Dollar zu sparen habe ich mir kein Hotel in San Francisco direkt gesucht sondern ein Motel in San Rafael. Der gesamte Aufenthalt kostet nun soviel wie eine Nacht in San Francisco. Und Downtown SF ist nur 12 Meilen weit weg. Also vollkommen okay. Aufgrund der Müdigkeit und einem Burger am Nachmittag auf der Interstate hatte ich nun nicht wirklich Hunger und beschloß den Abend früher zu beenden. 

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