Kalifornien 2019 - 2 Wochen USA Roadtrip

Das Fernweh war schon lange sehr groß und etliche Reisepläne schwirrten in meinem Kopf herum. Es waren fast schon zu viele. Aber Kalifornien ist eben auch wie ein Teller Nudeln mit Tomatensoße. Tut immer gut, geht immer und hilft einem dabei sich besser zu fühlen wenn man es gebrauchen kann. Eben Soulfood. Nur als Reise. Wobei Reisen ja eh immer was für die Seele ist. 

Wie ein Jubiläum einer Seite dabei half ein Ziel zu finden

Im Forum von Net Airspace tauchte im Januar ein interessanter Thread auf. 10 Jahre Jubiläumstreffen in Los Angeles am ersten November Wochenende. Zack. So schnell gehts. Zeitraum und Ziel standen fest. Etliche Teilnehme habe ich seit 2015 nicht gesehen. Wenn das kein Grund ist. 

Das man mal eben nicht um die halbe Welt fliegt um ein Wochenende lang Flugzeuge zu fotografieren ist auch klar. Zumindest für mich. Ich möchte doch ein wenig mehr erleben. Vor allem weil ich seit 2012 nicht mehr im Südwesten unterwegs war. 2 Wochen sollten es schon sein. Flüge gab es recht günstig bei British Airways, und so kam es dass bereits im Januar Flüge gebucht waren. Und damit ging es weiter. Der Reisepass war abgelaufen, also ab zur Stadt einen neuen beantragen damit man auch ESTA wieder erneuern kann. 

Aber jetzt beginnt die lange Zeit des wartens

Die Wartezeit und die Vorfreude. Fluch und Segen. 

Ich mag die Vorfreude ja. Aber sie nervt auch. Man sitzt da und kann es kaum erwarten bis es endlich losgeht. Und wenn man dann im Flugzeug sitzt denkt man sich „Toll, jetzt ist die Vorfreude wieder vorbei“. 

Aber es ist eben alles ein Bestandteil der Reise und die Vorfreude trägt auch dazu bei dass der Urlaub im Kopf schon früher beginnt. 

Und jetzt, fünfeinhalb Wochen bevor es nun endlich losgeht mich ich eigentlich soweit dass ich am liebsten schon die Koffer packen würde. 

Keine Angst, hier kommt jetzt keine Packliste, davon gibt es schon genug im Internet

Dennoch kann man sich mal ein paar Gedanken machen was bei so einem Roadtrip absolut notwendig ist und man unbedingt dabei haben sollte. 

  • Reisepass
  • Esta
  • Führerschein
  • Kreditkarte(n)
  • Auslandskrankenversicherung 
  • Impfpass 

Reisepass

Klar, der Reisepass darf nicht fehlen. Er ist unser International gültiges Ausweisdokument und ist unabdingbar um in ein Land das weder in der EU noch beim Schengener abkommen Mitglied ist oder eine gesonderte Regelung mit Deutschland getroffen hat (Beispiel Türkei, wo man trotzdem mit dem Personalausweis einreisen kann). 

ESTA

Etta ist die elektronische Reisegenehmigung für die USA und hat 2008 das grüne I94 W Formular ersetzt. Ich erinnere mich aber daran 2009 trotzdem noch das I94W zusätzlich zum Esta im Flugzeug ausgefüllt zu haben. 2010 gab es das aber nicht mehr und man musste nur noch das Zollformular ausfüllen. 

Ganz Wichtig, ESTA ist kein Visum. Es ist nur für Bürger der Länder für die in den USA keine Visumspflicht besteht. Esta muss spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt beantragt bzw. genehmigt sein. 

Der Esta Antrag geht in. der Regel schnell und bisher kam ich auch immer sofort die Genehmigung erteilt. Lediglich beim letzten Antrag ließ die 10 Minuten auf sich warten. 

ACHTUNG: Es gibt etliche Agenturen im Internet die einem „Sonderpreise“ anbieten. Diese Sonderpreise belaufen sich teilweise auf um die 70 Euro. Es gibt keinen Grund diese Internetabuocker zu nutzen. Selbst wenn man nicht gut Englisch kann, kann man den Antrag auf der offiziellen Seite des DHS machen und einfach die Sprache auf Deutsch einstellen. Der offizielle Preis liegt bei 14 Dollar. Alles darüber ist unseriös. 

Führerschein

Ohne Führerschein kein Roadtrip. In den USA wird fast überall der Deutsche Führerschein akzeptiert und anerkannt. Lediglich in Kentucky muss ein Internationaler Führerschein mitgeführt werden. Es gibt Menschen die behaupten dass Mietwagenfirmen manchmal trotzdem einen Internationalen Führerschein sehen wollen. Mir persönlich ist das aber noch nie passiert und ich kann von keinen Problemen berichten. 

Kreditkarte(n)

Die USA sind das Land der Kartenzahlungen. Selbst Parkuhren kann man statt mit Kleingeld mit der Karte zahlen. Es geht aber nicht nur um die Zahlungen an sich. Eine Kreditkarte ist unabdingbar beim anmieten eines Autos. Hier wird eine Kaution geblockt. Ebenso in Hotels wird meist eine Kreditkarte verlangt um eine Kaution zu blocken.

Es empfiehlt sich außerdem eine zweite Kreditkarte zu haben. Nicht um einen auf dicke Hose zu machen, sondern einfach um ein backup zu haben. Nicht das man irgendwo steht und die Bank zuhause hat gerade Serverprobleme und keine Zahlung geht durch. Oder man kommt gerade nicht an Geld weil sich Kautionen überschneiden. Es kann nämlich manchmal ein bisschen dauern bis das Geld wieder komplett freigegeben ist. 

Auslandskrankenversicherung

Gesundheitsversorgung in den USA ist teuer. Und wenn dan wirklich mal was ist, dann ist es doch schön wenn man auf den kosten nicht sitzen bleibt. Selbst wenn es dann doch nicht ganz so viel ist. Hier lohnt sich einfach mal ein Vergleich und auch ein Anruf bei der eigenen Krankenkasse. Die bieten sowas auch oft an. 

Generell gibt es verschiedene Systeme, bei den meisten geht man immer erst mal in Vorleistung und bekommt das Geld dann erstattet. Bei meiner Versicherung muss ich bei Kleinigkeiten in Vorleistung gehen, bei was ernsterem wird dann aber direkt an den Versorger bezahlt so dass man da nicht sofort das Kreditkartenlimit ausreizt. 

Impfpass

Wiegt nichts und ist klein. Schadet also nicht den dabei zu haben. Klar, man wird sich im Urlaub sicher nicht die nächste große Wunderimpfung geben lassen, aber wie ja bereits in dem Versicherungsabsatz geschrieben, es kann immer was sein und braucht mal schnell eine Tetanusimpfung, dann kann man das dokumentieren. 

Habe ich was vergessen?

Bestimmt. Wenn es mir einfällt dann werde ich das hier auch noch ergänzen. 

Nun aber noch mal zu meinem Kalifornien Roadtrip. 

Wie bereits erwähnt, in 5 Wochen geht es los. British Airways bringt mich nach Los Angeles. Dann ist erst mal ein Tag akklimatisieren angesagt. Einfach nur Zeitverschiebung ist mir diesmal zu einfach und ich fliege nach dem Wochenende der Winterzeitumstellung. In Kalifornien sind dann erst mal nur 8 Stunden Zeitverschiebung. Und das erste Wochenende vor Ort wird dann da auch auf Winterzeit bzw Daylight Saving time umgestellt. Es ist also ein bisschen wie Achterbahn fahren für die Innere Uhr. 

Nach dem Jubiläums spotten in Los Angeles ist dann eigentlich der Plan nach San Francisco hoch zu fahren und dann entlang der US 1, den Pacific Coast Highway wieder in den Süden zu fahren. Aber nachdem es im Job aktuell super stressig ist überlege ich ob ich stattdessen nicht doch noch was anderes mache und die Natur in Kalifornien mitnehme und versuche dem Stadttrubel ein wenig mehr aus dem Weg zu gehen. Letzten Endes wird das alles Spontan vor Ort entschieden. Es soll auf jeden fall anders werden als der Roadtrip mit meinem Bruder 2010  es gibt noch einiges neues zu entdecken. 

Was passiert jetzt noch bis es endlich los geht?

Ich befürchte leider dass vorher gar nicht mehr allzu viel passieren wird. Ich werde arbeiten gehen, weiterhin meine 60 Stunden die Woche. Und ich werde am Tag vor dem Abflug auch noch arbeiten gehen. Dadurch aber habe ich einen Grund etwas früher mit den letzten Vorbereitungen anzufangen. Denn am letzten Arbeitstag bleibt gar nicht mehr soviel Zeit. Und am nächsten Tag geht bereits um 7:30 der Flug nach London. 

Ich habe aber auch die Befürchtung dass die Zeit bis dahin jetzt rennen wird und es fast schneller soweit ist als einem lieb ist. Aber das ist ja auch nichts schlimmes. 

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