London also, aber mal anders und etwas abseits

Mein London Blog Beitrag ist lange überfällig. Aus verschiedenen Gründen. Was ich hier aber aber nicht groß beschreiben will sind die Klassiker wie Buckingham Palace. Houses of Parliament. Piccadilly Circus. Klar gehört alles zu London. Aber sind wir ehrlich, dass ist auch schon ziemlich abgegrast. Man trifft dort so ziemlich jeden Touristen der Stadt. Auf engstem Raum. Dabei hat die Stadt ein vielfaches mehr zu bieten. 

British lass at heart

London ist riesig. Das merkt man schon wenn man von Heathrow mit der Tube in die Stadt fährt. Und keine frage, für mich ist die gefühlt endlose Fahrt in der Piccadilly Line auch immer ein Stück nach Hause kommen. Gut, England war auch mal mein zuhause.  Und auch trotz des ganzen Brexit Chaos, ich habe meine Zelte nie ganz abgebrochen und die Sehnsucht wieder nach England zu gehen ist groß. In der Theorie könnte ich bereits morgen wieder nach England ziehen und es wäre nicht aufwendiger als ein Umzug innerhalb Deutschlands. 

Wenn man aber auch schon unzählige Male in der Stadt war, dann hält man sich natürlich auch weniger gerne da auf wo man gefühlt auf halb Deutschland trifft. Genau, ich rede vom Piccadilly Circus. Klar, der ist schön Bunt, alles blinkt. Rote Doppeldecker Busse. Aber eben auch viele, sehr viele Touristen. Außerdem hat der Piccadily Circus unheimlich an Charme verloren seit es die neuen LCD Screens gibt

Und was ist weniger klassisch London?

Wie wäre es zum Beispiel mal mit Greenwich? Im Sommer im Maritime Park zum Observatorium laufen und von da die Aussicht auf Canary Wharf mit dem Old Royal Naval College im Vordergrund genießen. Sehr kontrastreich. Altes London trifft auf das Hochmoderne. Im Winter gar nicht so einfach. Spreche da auf Erfahrung. Hatte da mehrere fehlgeschlagene Versuche.  

Und wenn man schon mal in Greenwich ist, kann man sich auch die Cutty Sark anschauen. Ein alter Teeklipper. Mittlerweile wieder restauriert und wie neu, nachdem sie in 2007 leider abgebrannt ist. Kurz nachdem ich das erste mal da war. Die Altstadt von Greenwich mit seinen kleinen Geschäften ist übrigens ebenfalls sehenswert. 

Wenn Camden zu voll ist

Camden ist eigentlich fast immer voll. Vor allem aber am Wochenende. Wem dieser Trubel zu viel wird kann ganz schnell ausweichen. Ein Gin and Tonic im Edinboro Castle an der Mornington Terrace vielleicht? Einfach mal zum abschalten. Sind nur 5 bis 10 Minuten von der Camden High Street. Richtung Regents Park. 

Überfüllte Camden High Street
Überfüllte Camden High Street

Und wenn man schon mal am Regents Park ist, von hier kann man gleich zum Primrose Hill. Es ist einer der bekanntesten Ausblicke über die Stadt. Kommt in so vielen der in London spielenden Filmen und Serien vor. Und dennoch, eher ein Treffpunkt der Londoner. 

HDR Panorama vom Primrose Hill
London Ausblick Primrose Hill
Regents Park

Wenn man sich generell unter Londoner mischen will, statt den Freitag Abend am Leicester Square zu verbringen kann man ruhig auch mal nach Canary Wharf. Es ist zwar auch voll, aus den Bürotürmen fließen die Banker ins Wochenende und genießen ein Pint in den Zahlreichen modernen Pubs an der  Reuters Plaza. Auch essen kann man hier an diversen Ecken am West India Quay. Oder doch etwas Ruhe im Jubilee Park genießen. Ruhe inmitten des geschäftigen Viertels, umgeben von den Wolkenkratzern. 

Canada Square
Reuters Plaza - Canary Wharf
West India Quay
West India Quay - Die andere Richtung
West India Quay - Die andere Richtung
Crossrail Park
Crossrail Park
Crossrail Park
Crossrail Park
Jubilee Park
Jubilee Park

Wenn man sich eh raus in die Docklands begibt, dann kann man auch in einen Zug der DLR nach Woolwich Arsenal setzen. Und dann an der Station Pontoon Dock aussteigen. Hier ist man direkt am Thames Barrier Park. Einen Menschenleereren Ort habe ich in London bisher noch nicht gefunden. 

Barrier Park
Barrier Park

Die Themse

Etwas dass ich selber erst gemacht Haber nachdem London bereits rund 20 Jahre kannte, eine Bootsfahrt auf der Themse. Auf der Themse gibt es verschiedene Liniendienste die verschiedene Teile der Stadt entlang des Flusses miteinander verbinden. Auch im Verbund des TfL  Allerdings sei hier gesagt, wer eine Oystercard hat, oder eine reguläre Tageskarte kann die nicht nutzen. Die Boote kosten extra. Die Preise sind meiner Erfahrung nach völlig unterschiedlich. Ruhig fragen, der vermeintliche teuerere TfL Tarif war in meinem Fall dann tatsächlich der günstigere weil es plötzlich noch mal 50 Prozent Ermäßigung gab. (leider weiß ich die Begründung nicht mehr).

Canary Wharf
Canary Wharf

Und London vom Wasser aus ist wirklich toll. Einfach mal was anderes. Vor allem entschleunigt in der an sich sehr hektischen Stadt. Und gerade im Sommer sehr viel angenehmer als die volle und heiße Tube. Ich bin das Teilstück von Greenwich nach San Katharines (Tower Bridge) gefahren, Wer möchte kann aber auch weiter fahren bis Victoria Embankment. Viele andere Anbieter haben auch noch weitere Stationen dazwischen. 

Zum Abschluss noch ein paar Empfehlungen: 

Pubs: 

Sherlock Holmes an der Northumberland Street, nähe Trafalgar Square und Ecke Northumberland Avenue, wenn man rechts an der Bar entlang geht, dann links die Treppe hoch. Dort ist eine kleine Dachterrasse. Im Winter auch beheizt. Sehr gut wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war. 

10 Northumberland St, Charing Cross, London WC2N 5DB, Vereinigtes Königreich

Nähe Covent Garden. Maiden Lane. Das Porterhouse. Herrliche Steampunk Einrichtung. Aber Freitag- und Samstagabends sehr voll. Also besser unter der Woche wenn es nicht ganz so voll ist. 

21-22 Maiden Ln, Covent Garden, London WC2E 7NA, Vereinigtes Königreich

Und zum Abschluss noch eine Empfehlung für Steakliebhaber, Hawksmoor  Gehört zu den besten Steakhäusern der Welt. Nicht unbedingt auf der günstigsten Seite. Haben auch eine tolle Weinkarte und eine klassische Bar. Ohne dabei zu posh zu sein. 6 von 5 Sternen auf meiner Skala. Gibt mehrere Filialen in ganz England und New York. Ich war letztes Jahr in der Air Street, nähe Piccadilly Circus, nach einem Bummel auf der Regent Street.

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