Allerdings nicht grundsätzlich

In meinem Fall war es nun aber leider so. San Diego ist der letzte Zwischenstopp auf dieser Reise. Richtig was vorgenommen habe ich mir eigentlich nicht. Aber zwei Dinge standen auf der Agenda dennoch weit oben. Die Skyline von San Diego zu fotografieren und der Balboa Park, der 2012 definitiv zu kurz gekommen ist. 

Was ich nicht auf dem Schirm hatte

Die Fleetweek und den Veterans Day. Das sind dinge die man bei uns nicht so zelebriert, die aber in den USA eine ganz große Nummer sind. Und in San Diego ganz besonders, schließlich ist es der Heimathafen der US Navy Pazifikflotte. 

Nach einem Kaffee habe ich überlegt was ich so unternehme und wollte eigentlich erst mal in der Stadt zur Unconditional Surrender Statue, in der Nähe des USS Midway Museums. Auf dem Weg dorthin ließ sich bereits das ausmaß der am nächsten Tag stattfindenden Parade zum Veterans Day erkennen. Entlang der Straße entlang der Piers waren überall Absperrgitter bereit und man baute Tribünen auf. Am Kreuzfahrtterminal hatte ein riesiges Militärschiff festgemacht. 

Parkplatz finden... ein mittelschweres Unterfangen

Am Parkplatz der Midway war bereist ein Schild mit „Lot full“. Großartig. Also parken wir da schon mal nicht. Gut, eine Straße weiter, direkt an der Statue und damit dem ersten Tagesziel , gibt es ja auch Parkplätze. Also dahin. War aber auch nicht gut. Gefühlt hatten bereits Leute Zelte vor potenziellen Parkplätzen aufgeschlagen. Nach einigen runden gab ich auf. 

„Was nun?“ Aufschieben! Ich hatte ja noch ein paar Tage Zeit und beschloß erst mal nach Coronado zu fahren. Skyline Fotos von San Diego sollten es werden. War auch geplant und dann mal sehen. 

Endlich mal eine Brücke ohne Maut in San Diego

Okay, fairerweise muss man natürlich sagen dass mit der Maut die Brücken instandgehalten werden, deswegen will ich mich da nicht drüber beschweren. Nachdem man in der Bay Area eigentlich auf allen Brücken eine Maut bezahlen muss, wenigstens in eine Richtung, muss auf der Coronado Bridge keine Maut bezahlt werden. Da freut sich doch die Urlaubskasse und man kann das Geld stattdessen woanders ausgeben und „vershoppen“, das man es spart ist lediglich ein Trugschluss und Anfängerfehler.  

Das Parken am Centennial Park ist recht einfach und war ebenfalls kostenfrei möglich. (Was aber wohl einer defekten Schrankenanlage geschuldet war). Am einfachsten parkt man am Coronado Ferry Center, einer kleinen Stripmall. Allerdings einer mit Charme und nicht so eine die nach Schwerindustrie aussieht und größtenteils aus Junkfood Läden, einem Waffenladen und mit Kautionsbüro ausgestattet eher einen unseriösen Eindruck macht. 

Weiter geht es zu Point Loma

Während ich noch am fotografieren und genießen war beschloss ich im Anschluss keinen neuen Versuch mit der Unconditional Surrender Statue zu machen sondern nach Point Loma zu fahren. 

 

Point Loma hatte es mir seit dem ersten San Diego besuch angetan. Der Ausblick von da oben ist einfach toll. Und dann noch der alte Leuchtturm, das ist einfach schön. 

Auf Point Loma befindet sich auch das Cabrillo National Monument, daher muss man hier Eintritt bezahlen. Der Eintrittspass, wenn man nicht im Besitz des Annual Pass, kostet 20.00 USD und berichtigt natürlich auch zum mehrfachen Eintritt. 

Mein neuer Mietwagen, GMC Acadia
Cabrillo National Monument Visitor Center
Cabrillo Statue . Coronado im Hintergrund
Blick über die Naval Air Station auf Downtown
Cabrillo National Monument

Der alte Leuchtturm. Einfach nur wunderschön. Anders kann ich es nicht beschreiben. 

Auch bevor die Pazifikflotte in San Diego stationiert war, war San Diego bereits ein wichtiger Marinehafen. Zum Schutz befinden sich etliche Befestigungen, Bunker, ehemalige Geschütztürme auf Point Loma. Außerdem befindet sich Fort Rosecrans auf Point Loma. Der Weg zum Cabrillo National Monument für Über das Militärgelände und das des  Fort Rosecrans National Cemetery. 

Blick über Point Loma, Fort Rosecrans und den National Cemetery.

Für einen Kaffee zurück ins Hotel

Am Nachmittag bin ich erst mal wieder zurück ins Hotel. Da ich die letzten Tage so viel auf Achse war, war es mir ein wenig nach ruhe und abschalten. Und der Bummel durch die Horton Plaza Mall musste leider auch ausfallen, da diese eigentlich ganz coole Mall mittlerweile geschlossen ist. Das mit Balkon ausgestattete Zimmer lud ein einen Kaffee auf eben diesem zu trinken. Was ich dann auch bis zur Jahreszeit bedingten frühen einsetzenden Dämmerung auch tat. 

Balkon Ausblick im Hotel

Abends in Downtown San Diego

Für das Abendessen entschloss ich mich wieder nach Downtown zu fahren. Mir war es nach Cheesecake Factory. 

Nach dem Auto abstellen schlenderte ich durch Downtown in Richtung Cheesecake Factory. Tatsächlich mal ohne Bilder machen, obwohl die Kamera dabei war. Aber Abend zu muss man auch einfach mal genießen und die Welt nicht nur durch den Sucher der Kamera betrachten. Daher keine Fotos des Gaslamp Quarters. Die Fototour ist auf den nächsten San Diego Aufenthalt vorgesehen. 

Nach dem Essen ging es dann Richtung Wasser. Ich wollte auch nochmal die Lage checken und was einen dort dann am nächsten Tag mit der Veteransday Parade erwarten wird. 

Das Cruise Terminal war komplett abgeriegelt und von bis an die Zähne bewaffneten Navy Soldaten bewacht. Ich habe mich trotzdem hingetraut und nach dem Namen des Schiffes gefragt. 

„May I ask for the Name of the Ship?“

„Yes Ma’am, its the USS San Diego, LPD-22, Ma’am“ 

Okay, das war aufschlussreich. Ich bedankte mich und kam mir vor als wäre ich in einer Szene von Full Metal Jacket gewesen. Schließlich hat man ja auch nicht alle Tage Kontakt mit dem aktiven US Militär. 

Nach ein paar Fotos am Harbor Drive ging es dann den Broadway hoch, Richtung Horton Plaza, auch ohne Mall kann man da noch in verschiedenen Parkhäusern parken. Früher konnte man im Parkhaus der Mall sogar kostenlos parken, zumindest für 3 oder 4 Stunden, Voraussetzung man war nicht zu faul den Automaten zum Parkschein entwerten in der Mall aufzusuchen. 

Bad Boys Bail Bonds - Vormittags freute ich mich noch über die Abwesenheit dubioser Kautionsbüros.
Der noch beleuchtete Eingang der Horton Plaza Mall
Horton Plaza

Zurück im Hotel schnappte ich mir noch mal das Stativ und streunte ein wenig ums Hotel und die nebenan liegende Marina. 

Soweit der erste Teil von San Diego. Einen weiteren Teil wird es noch geben. Das wird dann aber auch der letzte Teil dieser Reise sein. Leider. 

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