Dann möchte ich mal mit meinem Bericht beginnen und ich ein paar Erlebnisse mit Worten und Bildern des Kalifornien- Trips schildern.

Eins vorweg, es war mal wieder genial. Immer wieder toll in den USA zu sein

Die Anreisen Odyssee

Es sollte am 30.11.2010 mit BA um 07:40 Uhr nach LHR gehen und von dort dann um 12:00 Uhr weiter nach LAX.

Am 29.11. bekam ich gegen 19:30 Uhr eine SMS von BA, in der mir mitgeteilt wurde, dass der Flug BA901, der, der mich nach LHR bringen sollte, gecancelt sei. Super, geht ja gut los.

Die Hotline deren Nummer in der SMS angegeben war funktionierte nicht, da nur bis 17:00 Uhr besetzt. Online konnte ich nur meinen Flug umbuchen, den meines Bruders nicht.

 

Also bin ich dann abends im Schneetreiben noch mal zum Flughafen um da am Ticketcounter mein Glück zu versuchen. Dort hat auch alles soweit geklappt, man hat uns dann jeweils auf einen späteren Flug umgebucht.

Ok, um es etwas positiv zu sehen, nun konnte ich etwas länger schlafen.

 

Am nächsten morgen war ich dann um 08:30 am Airport, checkte die Abflüge, BA 903 war pünktlich und damit sollte es um 11:15 Uhr losgehen. Dann checkte ich die Ankünfte und die OPS Info wegen der Reg, es sollte die G-BNWX werden, und stellte fest, das BA 902 um ca 30 Minuten verspätet war. Ok, dachte ich mir, wenn die Handling Firma Gas gibt, dann können sie auch in 30 Minuten eine B767 umdrehen.

Nach dem einchecken und passieren der Passkontrolle bin ich dann noch mal an den Infoscreen, diesmal wieder die Ankünfte zu checken. Erschreckt stellte ich fest, dass sich die erwartete Ankunftszeit von BA 902 auf 12:26 verschoben hat, der Abflug von BA903 sollte aber noch immer Pünktlich stattfinden (?).

Ich rechnete kurz turnaround, Flugzeit und Zeitverschiebung zusammen und kam zu dem Entschluss, dass immer noch einigermaßen Zeit zum Umsteigen in LHR bleibt, da der Abflug nach LAX erst um 15:15 Uhr abfliegen sollte. Also kein Grund zur Sorge. Außerdem ging wohl zu der Zeit kein Flug pünktlich aus LHR weg. Also noch etwas Zeitpuffer.

 

Mittlerweile wurde als geplante Abflugzeit 13:15 angegeben.

 

Um 12:40 landete dann endlich G-BNWX aus Heathrow, wurde auf einer Außenposition geparkt. Um 13:20 wurde dann mit dem Boarding begonnen. Toll wenn man aus dem Bus steigt und erst mal im Schneematsch steht.

Im Flugzeug war dann mal wieder warten angesagt, es verging eine Stunde bis sich die Maschine in Bewegung setzte. Die Pilotin gab als Ankunftszeit ca 14:50 Ortszeit an. Je nachdem wie viele Holdings man fliegen muss.

Wird also mehr als knapp mit dem umsteigen. Kurz nach der Überquerung des Kanals kam dann die Ernüchterung aus dem Cockpit. Wegen Holdings werden wir erst um 15:10 in London landen. Super! In 5 Minuten umsteigen? Das wird nichts. Mal schauen, möglicherweise fliegt ja noch AA etwas später nach LAX oder eine Möglichkeit mit einer weiteren Connection, Hauptsache noch am selben Tag weiterfliegen.

Wie versprochen setzten wir um 15:10 Uhr auf, auf der 09R, verließen die Runway kurz nach der BA Cargo Halle, rollten Richtung T4 und blieben stehen.

Nach 5 Minuten warten kam dann aus dem Cockpit die Erklärung. Kein freies Gate und wir müsste hier noch ca. 30 bis 45 Minuten warten.

„Mach‘s gut, heutiger Weiterflug“ dachte ich mir und fing an zu hoffen, dass BA dann wenigstens ein gutes Hotel zur Verfügung stellt und nicht diese komischen Motels die man auch an der Bathroad findet, wenn schon stranden, dann wenigstens mit Stil.

 

Als wir dann irgendwann nach 16 Uhr das Flugzeug am Gate verlassen konnten war direkt am Ende der Jetbridge ein Terminal aufgebaut. Dort standen auch nur 2 Leute, also habe ich mich sofort auch angestellt. Wurde auch sofort gefragt, ob ich einen Anschlussflug verpasst hätte und wenn ja welchen. Ich beantwortete die Frage und die Dame schaute auch sofort nach, der Flug nicht doch noch da wäre, weil delayed. Half aber nichts, er war seit 5 Minuten weg. Toll ohne die Warterei am T4 hätten wir den Flug noch bekommen.

 

Wie auch immer, die Dame hing sich voll rein, buchte uns alle 4, die anderen beiden, die dort schon warteten wollten nach Vegas, auf den nächsten Tag um, sagte uns wo wir unsere Hotelvoucher abholen können und wünschte uns viel Erfolg für den nächsten Tag.

 

Nachdem anstehen am Hotelvouchercounter bekamen wir dann das Radisson Edwardian Heathrow zugeteilt, den Voucher ausgehändigt sowie Hin und Rückfahrtskarte für den Hotel Hoppa.

British Airways kam auch für ein Abendessen und das Frühstück auf, vor allem über das Abendessen habe ich mich gefreut den seit dem Frühstück zuhause gab es den ganzen nichts zu essen.

Den Abend habe ich dann in der Hotelbar mit einem Pint Carling ausklingen lassen.

 

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem Englischen Frühstück gegen halb neun wieder zum Airport. Der Hotelhoppa fuhr schön alle Spottinglocations ab, war schon irgendwie komisch nirgends auszusteigen um sich an den Kreisel oder auf die Wiese an der Myrtle Avenue zu stellen. Auch an der Position an der 09L kamen wir vorbei.

Es kamen schöne Erinnerungen an unser Treffen im August hoch.

Dann noch mal eine Halbe Stunden anstehen am Assistance Counter, denn der Automat wollte mich nicht einchecken und bat mich dorthin zu gehen.

Auch hier wieder eine freundliche Dame, die gleich sagte, der Flug sei nicht voll und daher teilt sie mir und meinem Bruder die Gangplätze in einer 4er Reihe zu. So hätten wir die ganze Reihe für uns und angenehm viel Platz.

 

Eine letzte Zigarette auf Europäischen Boden und dann ab durch die Sicherheitskontrolle und zum B-Satelliten.

Am Gate B46 wartete schon G-CIVL um uns nach LA zu bringen. Endlich war es soweit.

Der Pushback erfolgte noch pünktlich, dann wurde kurz angerollt und wieder gestoppt.

Der Kapitän teilte nach 15 Minuten warte mit, dass vor ein anderes Flugzeug gepusht wurde, dann aber der Pushback Truck versagt hätte und nun einen Hydraulikschaden hätte, daher bekommt man ihn jetzt nicht vom Flugzeug und kann auch das andere Flugzeug nicht bewegen.

Nach weiteren 15 Minuten wurden die Triebwerke wieder abgeschaltet und noch mal 10 Minuten später wieder angelassen um dann doch endlich zur 09R zu rollen um den Weg nach LA anzutreten.

 

Der Flug an sich war recht ereignislos, nach dem Take-off gab es eine 220 Grad kurve um dann über Wales, Irland auf den Atlantik zu fliegen.

Die Route verlief dann südlich von Island und Grönland Richtung Nova Scotia, dann über die großen Seen, nördlich an Chicago vorbei in den Südwesten der USA.

Der Grand Canyon wurde noch überflogen und um kurz nach 16 Uhr Ortszeit setzten wir nach 10 Stunden und 40 Minuten in LAX auf.

Die Einreise hier verlief so schnell und freundlich wie noch nie in den USA, ein Fingerabdruck und der Pass reichten aus und meine Daten erschienen auf dem Schirm des Grenzbeamten, der nickte freundlich“ Ist noch alles vom letzten Mal gespeichert“ und stampfte den Stempel in den Pass. Das Gepäck drehte auch schon seine Runden auf dem Band und eine halbe Stunde nach Verlassen des Flugzeugs standen wir draußen und warteten auf den Hotelbus.

 

Im Hotel angekommen, machten wir uns mit der Umgebung vertraut und gingen abends in die Westfield Mall Culver City, die direkt neben dem Hotel lag, lediglich von der Interstate 405 getrennt.

Nach einem Besuch bei einem ebenfalls dort liegenden Mexikaner ging es dann wieder ins Hotel, noch ein Bier an der Bar und um 21 Uhr Ortszeit machte sich dann die Zeitverschiebung stark bemerkbar und man fiel nur noch ins Bett.

 

Soviel dann erst mal zur Anreise…

 

Kapitel 2 - Endlich Urlaub

dann setze ich mal fort, diesmal weniger Text.

Alle Bilder sind vom ersten Tag in LA. Erkundet zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Da die Frage in diversen Foren und Gruppen immer wieder mal aufkommt. Ich kann das für LA auf gar keinen Fall empfehlen. Ohne Mietwagen ist man hier ziemlich eingeschränkt.  

Kapitel 3 - Mit dem Mietwagen durch die Wüste

Am 03.12. habe ich morgens den Mietwagen abgeholt und mich dann auch direkt auf den Weg nach Vegas gemacht.

Schon eine interessante Strecke, auch wenn man ausser Wüste nicht viel sieht. Für die knappen 250 Meilen haben wir mit zwischenstopps gut 5 Stunden gebraucht.

Lag aber auch am Tempolimit, dass ja nur maximal 75 mph beträgt. Aber da ja alle mit dem Tempo unterwegs sind lässt es sich wunderbar entspannt fahren, anders als in Deutschland wo konstante Geschwindigkeit ja ein Fremdwort ist.

 

Nun aber ein paar Bilder.

Auf einem Rastplatz ca 100 Meilen vor Las Vegas, Valley Wells.

Unser treuer Mietwagen. 

Später dann „Welcome to Fabulous Las Vegas“.

Der Blick vom Motel aus. Und das Motel selber. Ich mag diese Motels zwar, würde ich in Vegas aber auch nicht mehr machen wollen. 

Bilder vom Strip folgen dann noch mal, dafür gibt es dann ein eigenes Kapitel das ich dann hier verlinke.

 

Am nächsten Tag ging es dann zum Hoover Dam.

Der Damm verbindet Nevada mit Arizona. In Arizona gibt es auch wieder Zeitverschiebung, plus eine Stunde zu Nevada,

das war das erste Mal, dass ich zu Fuß eine Zeitzone überquert habe. 

Hoover Damm

Abends ging es dann noch zur Fremont Street in Downtown Las Vegas. Diesen Bericht verlinke hier sobald er im eigenen Bereich online ist. 

Kapitel 4 - Rock'n'Roll Run in Vegas oder der Versuch ins Death Valley zu fahren.

Am letzten Tag in Vegas wollten wir morgens ins Death Valley fahren. Tja, doof nur, dass wir die Rechnung ohne den an diesem Tag stattfindenden Rock’n’Roll run gemacht haben.

Wir wussten zwar, dass der Lauf an diesem Tag stattfindet, hätten aber eher damit gerechnet, dass der Strip deswegen gesperrt wird und nicht der Dean Martin Drive. Infos hat das Motel im Vorfeld leider nicht verteilt. Dafür aber während man so auf dem Parkplatz rumgammelte den Kaffeenachschub gesichert. 

Die Hotelausfahrt sah so aus:

Der nette Officer erklärte uns, dass er vor mittags niemanden rauslassen darf, bis nachmittags soll die Straße gesperrt sein.

Wir reihten uns also in der Schlange ein, und warteten ab, das Motel versorgte die wartenden und den Officer mit kostenlosem Kaffee und dann war mal wieder warten angesagt.

Natürlichen liefen, wie es sich für Vegas gehört, jede Menge „Elvis“ mit. 

Am Späten Vormittag ließ der Policeofficer dann nach und nach die wartenden auf die Straße und wir konnten endlich in das Tal des Todes aufbrechen. Eigentlich schon viel zu spät, dennoch sind wir los. 

Auch wenn man fast nichts mehr sieht was irgendwie an Zivilisation erinnert sobald man Las Vegas hinter sich gelassen hat, ist schon unglaublich beeindruckend so durch die Wüste zu fahren.

Ich lasse mal ein paar Bilder aus dem Death Valley sprechen.

Im Übrigen war das Death Valley gar nicht so heiß, man sollte nicht vergessen, dass dort auch Winter ist, daher lag die Temperatur bei 64°F, das sind 17,7°C.

Hoffe der Ausflug hat gefallen und wie immer Fortsetzung folgt.

Kapitel 5 - Holly"weird" ,das Griffith Observatory und Meer

Nach der Rückkehr aus Vegas haben wir uns ein Hotel in Hollywood gesucht. Damit waren wir mitten drin im bunten treiben. Das Hotel lag 5 Minuten Fußweg vom Chinese Theatre und Kodak Theatre. 

Da man abends wegen der Weltpremiere des Films „Fighter“ nicht wirklich gut durchkam habe ich die Fototour auf den nächsten Tag verschoben.

Danach haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind über Den Ventura blvd und Topanga Canyon nach Malibu gefahren um von dort dem Highway N°1, dem „Pacific Coast highway“ nach Santa Monica zu folgen.

Zum Sonnenuntergang ging es dann zum Griffith Observatory. Ein herrlicher Blick von da oben. Wir hatten Glück, dass man uns noch hochgelassen hat, da man gerade dabei war Dreharbeiten vorzubereiten.

Kapitel 6 - Beverly Hills und Venice Beach

Hi, mal wieder ein update. Diesmal ohne viele Worte, dafür einige Bilder 

Kapitel- Es geht dem Ende zu...

nachdem die Fortsetzung lange auf sich warten ließ geht es nun weiter. Ein paar Bilder habe ich noch nicht gezeigt und das möchte ich hier nun nachholen.

Fangen wir mit abendlichen Bildern von der Third Street Promenade in Santa Monica an.

Da es kurz vor Weihnachten war, war natürlich auch alles dementsprechend dekoriert.

Am nächsten Tag ging es dann den auf den Mullholland Drive

Und nach etwas rum Fahrerei kam man dann im Orange County raus da gabs einen Prima Sonnenuntergang in Huntington Beach.

Zugegeben, die Bohrinseln stören ein wenig die Romantik. Dafür ist im Hintergrund Santa Catalina Island zu erkennen. 

 

Und dann kam es wie es kommen musste, der Tag den man am meisten fürchtet war angebrochen. Es ging wieder an den Airport um die Heimreise anzutreten. Natürlich viel zu früh. Zeit müsste man haben. 

Wie immer, wenn die Maschine an der Parkposition ankommt, sprangen natürlich alle Passagiere in die Gänge um so schnell wie möglich rauszukommen.

Aber es tat sich nichts.

Nach 10 Minuten kam aus dem Cockpit die Erklärung. Die Maschine müsse erst ausgeladen werden, damit eine Gangway angedockt werden kann.

Der Kapitän fügte noch hinzu, dass er das für eine Ausrede hält, da er so etwas in 30 Jahren Fliegerei noch nicht erlebt habe.

Wie auch immer, irgendwann konnte man austeigen.

Im Terminal selber ging es ruhig und beschaulich zu, kein Vergleich zur Hinreise wo es überall lange Schlangen und Menschen die versuchten zwischen Koffern und Gepäckwagen zu schlafen gab.

 

An Gate A19, eins mit diesen endlos langen Jetbridges, wartete dann die A319 G-EUOI, die mit lauter Unterschriften verziert ist, zur Unterstützung um die WM 2018 nach England zu holen. 

Der Flug nach Frankfurt war dann natürlich wieder verspätet, wie immer wurde die Ausrede „Viel Flugverkehr“ verwendet.

Aber nur eine gute Stunde später als geplant ging es dann nach Frankfurt, meine Erleichterung war groß, als sah, dass kein Schnee mehr liegt.

Tja, das war es also, leider. Ich hoffe es hat allen gefallen.

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